What even is gender?

Wir haben beim Launch Event letzte Woche das Thema Gender angeschnitten und greifen es auch diese Woche wieder auf. Wir haben uns mit dem Thema schon seit längerer Zeit auseinander gesetzt. Keine Angst es wird kein Essay über Gender-Studies aber es doch ein Thema, dass sich lohnt anzusprechen.

gender

gen·der  \ˈjen-dər\

Either of the two sexes (male and female), especially when considered with reference to social and cultural differences rather than biological ones. The term is also used more broadly to denote a range of identities that do not correspond to established ideas of male and female.

Gender bezieht sich nicht auf das biologische Geschlecht sondern auf soziale und kulturelle Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Oftmals werden Dinge wie Kleidung, Verhaltensweisen, Vorlieben mit typisch männlich oder typisch weiblich assoziiert. Auch in der Welt der Mode gibt es immer noch „weibliche“ und „männliche“ Kleidung. So sind Kleider und Röcke für Frauen reserviert und Anzüge und Krawatten gelten als männlich. Glücklicherweise haben sich die Grenzen bereits ein wenig vermischt. Es sind aber oftmals die Frauen, die auch in der Männerabteilung zugreifen, dass sich Männer in Frauenkleidung werfen ist immer noch ein eher seltener Fall.

Wir beide vertreten die Meinung, dass Kleidung kein Gender kennen sollte, die Grenzen sollten komplett gesprengt werden. Es ist uns bewusst, dass gewisse anatomische Unterschiede bestehen und daher unterschiedliche Schnitte weiterhin eine Rolle spielen wenn Kleidung körperbetont sein soll. Dies soll uns aber nicht davon abhalten auszuprobieren

Unisexmode ist eine Form, die Anderssein akzeptiert und den Freiraum gibt, das zu verkörpern, was man ist. Das Individuum ist hier wichtiger als das Geschlecht.

-our newnisex

Wir haben uns umgehört und Leute gefragt wie sie zur Gender-Kleidung stehen.

Mode bedeutet Freiheit. Freiheit sich selber zu erfinden, sich zu präsentieren und sich auszudrücken. In diesem Bereich sind wir uns wohl alle einig. Dennoch finden wir, ist es bei solch einem Thema wichtig sich auszutauschen, zu komunizieren und sich gegenseitig zu stärken. Jede Meinung zählt und hat einen Einfluss in der Entwicklung der Mode und der Menscheit.

Jeder soll anziehen was ihm gefällt, steht und passt.

– Conny, 35, Districtmanagerin

Ich finde es gut sind die Kleider genderspezifisch getrennt, auch wenn der Unterschied teilweise nicht mehr so gross ist gehe ich lieber einfach in einer Männerabteilung einkaufen. Ich habe aber nichts dagegen, wenn sich zum Beispiel Frauen einen Männerpulli holen, es soll jeder dort einkaufen wo er will.

— Tobias, 22 , Student

Was unterstützt eine eigene Meinung am meisten? Richtig, zu wissen das man nicht alleine ist mit dieser Meinung. Wir können mit Freude sagen, das die Menschheit in den letzten paar Jahren immer offener wurde. Offen für neues, offen für Geschlechter und deren Trennung oder eben Vereinigung. Trotzdem gibt es immer noch Barrieren die entfernt werden dürfen. So sind Frauen in der Männerabteilung keine Besonderheit, umgekehrt jedoch gibt es immer noch Vorurteile.

Jeder darf und soll dort einkaufen wo er will. Ich selber habe auch schon in der Herrenabteilung eingekauft. Zum Beispiel Jeans oder Shirts

– Daniela, 33, Filialleitung eines Modegeschäftes

Frauen in der Männerabteilung finde ich voll okay, Männerpullis sind sehr bequem. Männer in der Frauenabteilung finde ich eher komisch. Ich besuche die Frauenabteilung höchstens wenn ich ein Geschenk suche.
Unterwäsche sollte aber auf jeden Fall getrennt werden.

Mike, 20, Detailhandelsfachmann

Ich finde es einerseits sehr praktisch dass Kleidung genderspezifisch getrennt wird, so weiss ich wo ich was suchen muss. Andererseits kann es eine Hemmschwelle sein, wenn sich jemand für Kleidung des anderen Geschlechts interessiert. Man möchte sich ja nicht blossstellen wenn man sich in der „falschen“ Abteilung umsieht.

– Ramona, 24, Jugendarbeiterin

Was die Menscheit mag? Ordnung. Ordnung und Übersicht. Auch was das Thema Gender-Trennung in der Mode bedeuted. Tragen darf jeder was er will, jeder soll sich wohl fühlen. Doch man will wissen. Kaufe ich nun Frauen oder Männerkleidung. Ein Pulli gekauft in der Männerabteilung ist ein Männerpulli und nicht einfach ein Pulli.

Ich muss sagen, dass es separiert ist finde ich gar nicht so schlecht. Es geht mir aber mehr um die Übersicht. Was wer anzieht spielt mir aber überhaubt keine Rolle.

– Jasmin, 22, Detailhandelsfachfrau

Ich halte eine Trennung der Geschlechter in Modegeschäften für sinnlos – es wird bei den ausgestellten Outfits bei den Frauen* ja meist auch ein sehr (klassisch) feminines und bei den Männern* ein maskulines gezeigt. Es wird immer noch stark vermittelt, in welchen Rollen wir uns zu bewegen haben, wie wir uns dadurch auch unserem Geschlecht „entsprechend“ kleiden sollen. Es muss ja ins Schema passen.

Ich freue mich ehrlich gesagt, wenn ich jemanden in der für ihn/sie nicht „zugedachten“ Abteilung einkaufen sehe. Eine vielleicht kleine aber trotzdem irgendwie rebellische Aktion gegen das System und die Schubladisierung von Menschen.

– Jenny 21, Studentin

Unsere kleine Umfrage hat gezeigt dass sich Frauen eher in der Männerabteilung bedienen als umgekehrt. Beliebt sind vor allem Artikel wie Pullis, Shirts und Trainerhosen. Die Trennung nach Frauen- und Männerkleidung ist für viele eine Frage der besseren Übersicht. Getrennt heisst ich weiss wo ich meine bevorzugte Kleidung am schnellsten finde. Dahinter steckt oftmals der Gedanke, dass Kleidung eben doch ein Gender hat und nicht einfach ein Stück Stoff ist – liebevoll gemeint.

 

Wie steht ihr dazu? Kauft ihr eure Kleidung genderspezifisch oder frei nach Lust und Laune?

xoxorosieromeo

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