Don’t wait for the World to get ready

Daily-Vlogger Joey Graceffa hat vor kurzem ein Musikvideo zu seinem Song Don’t Wait veröffentlicht. Nicht nur das Video auch der Song haben für mich eine starke Bedeutung. Besonders der erste Teil des Refrains: Don’t wait for the world to get ready.

Warte nicht bis die Welt so weit ist. Die Message kann man auf verschiedene Bereiche des Lebens beziehen. Sei dies die Überwindung von Ängste, den Mut sich selbst zu sein, etwas zu wagen obwohl alle Anderen abraten. Ein paar Tage bevor ich das Video entdeckte, hatte ich ein paar Schlüsselerlebnisse, die sehr nahe an diesem Thema liegen. Ich habe sowieso das Gefühl, dass genau dieses Thema mich seit Jahren geleitet, Mut zu Neuem und vor allem Mut zum Ich-Sein.

Ich habe sehr lange gebraucht um mich kennen zu lernen, sehr lange. Ich wusste lange nicht wohin ich gehöre, zu wem ich gehöre. Ich bin mir bewusst, dass es vielen Jugendlichen so geht und nicht nur Jugendlichen egal aus welcher Generation, man kann sich immer wieder verlieren und neu finden. Und trotzdem, so wie ich die Pubertät und alles drum herum erlebt habe, hatten es einige deutlich einfacher und ich bin mir sicher einige hatten es noch tausendmal schwieriger als ich.

Was den Prozess so schwierig gemacht hat ist eine Kombination von ganz ganz ganz vielen Dingen, fehlendes Selbstvertrauen und Mobbing, keine Zukunftsvorstellungen und so weiter. Das ganze Gemisch aus den einzelnen Faktoren erschwerten das grösser werden für mich sehr.

Am meisten störte mich, dass ich nicht Ich sein konnte. Einerseits wusste ich nicht wirklich wer Ich bin und wenn ich Seiten an mir entdeckt habe wurden die meistens von meinem damaligen Umfeld nicht akzeptiert. Eins muss ich kurz erwähnen ich spreche nicht von meiner Familie! Meine Familie stand in beinahe allen Dingen immer hinter mir.

Don’t wait for the world to get ready

Mittlerweile bin ich ein paar Jahre älter, habe eine gute Ausbildung abgeschlossen, lebe in meiner eigenen Wohnung und habe ein paar Boxen Selbstvertrauen mehr. Und trotzdem fühle ich mich immer noch eingeengt, ich bin immer noch nicht ganz Ich. Aber…

Nun zum wichtigsten Teil: …aber ich habe gelernt, die Dinge die Facetten, die ich jetzt nicht sein kann, nicht zeigen kann in Träume und Ziele umzuwandeln. Daraus Energie zu schöpfen, Kraft zu gewinnen. Ich kann Dinge die ich ändern will ändern, ich weiss dass ich das kann. Ich kenne meine momentane Version von mir, ziemlich gut sogar. Sicher bin ich mir aber, dass dies hier nicht die letzte Version von mir ist, ich habe noch so viel zu entdecken, zu sehen, auch zu verlieren. Ich kann dies mit mir selbst tun, ich kann und will mit mir Hand in Hand auf die Zukunft los gehen, entdecken, sehen, verlieren, fallen und wieder aufstehen. Ich will und werde träumen und Träume erfüllen, ich werde wachsen.

Ich weiss wie es ist jeden Morgen mit Angst und Tränen aufzustehen, tagtäglich Menschen zu sehen, die einem nicht gut tun sogar schaden. Ich weiss wie es ist sich zu fragen wo der Sinn in diesem Scheiss steckt. Ich weiss aber auch genau wie es ist sich aus der Scheisse zu befreien, die Menschen abzuschütteln und loszuwerden, sich frei zu fühlen. Ich will wissen wie es sich anfühlt grosse Träume zu verwirklichen, die Welt zu bereisen mit mir an meiner Hand. Gemeinsam.

Don’t wait for the world to get ready

Jetzt ist die Zeit der Moment zum starten. Die Welt hat viel zu bieten, viel zum Entdecken, viele Abendteuer, viele Herausforderungen. Jetzt ist der Moment um zu träumen, Träume aufzuschreiben und Träume zu verwirklichen. Jetzt. Nicht Morgen. Nicht am Montag. Nicht am 1.1.2016. Jetzt.

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